Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser – Mitarbeiter sollen zu Impfzentren gehen

Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser

Angesichts eines weiter großen Mangels an Corona-Impfstoffen stellt die baden-württembergische Landesregierung den Krankenhäusern im Südwesten vorerst keine gesonderten Impfdosen mehr für das Personal zur Verfügung. Man habe entschieden, "zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Impfstoff mehr exklusiv an die Krankenhäuser zu geben", teilte das Landesgesundheitsministerium in Stuttgart auf Anfrage mit. Stattdessen wolle man neue Impfdosen komplett an die Impfzentren liefern. "Noch immer ist der Impfstoff knapp und die dem Land zur Verfügung gestellten Impfdosen sind über Wochen in den Impfzentren verplant", hieß es zur Begründung. Klinik-Mitarbeiter, die noch keine Erstimpfung erhalten haben, müssen sich nun in Impfzentren um Termine bemühen. 

Corona-Fälle auf Meyer-Kreuzfahrtschiff – Arbeiter sitzen fest

Wegen zwei Coronavirus-Fällen auf dem neugebauten Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" sitzen Hunderte Arbeiter auf diesem fest. Sie dürfen das Schiff nach Anordnung des Hafenärztlichen Dienstes vorerst nicht verlassen, wie die Meyer-Werft am Samstag mitteilte. Bei zwei Arbeitern war demnach das Virus festgestellt worden, der Luxusliner liege daher vorerst in Bremerhaven fest, wie ein Werftsprecher sagte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Laut der Meyer-Werft waren die Fälle am Mittwoch bekannt und am Donnerstag mit PCR-Tests bestätigt worden. Die Infizierten seien separiert worden. Ob sie zwischenzeitlich von Bord gebracht wurden, war laut Sprecher nicht bekannt. Weitere Fälle gebe es bislang nicht. Die Mannschaft werde täglich getestet, über das weitere Vorgehen werde noch mit den Behörden beraten, hieß es.

Ein Sprecher der Senatorin für Gesundheit teilte auf Anfrage mit, dass es aktuell keine laborbestätigten Fälle auf dem Schiff gebe. Wegen Verdachtsfällen und Kontaktpersonen an Bord ermittele der Hafenärztliche Dienst aktuell jedoch. Deshalb sei noch keine Freigabe für das Schiff erteilt worden.

Protest gegen Corona-Auflagen in Leipzig geringer als erwartet

Gegner der Corona-Maßnahmen haben für ihren Protest in Leipzig weit weniger Menschen mobilisieren können als angekündigt. Die Polizei sprach am Samstagnachmittag in einer ersten Schätzung von etwa 350 Fahrzeugen bei den verschiedenen Autokorsos, die sich auch aus anderen Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts auf den Weg in die Messestadt gemacht hatten. Angemeldet waren etwa 1000 Fahrzeuge. Die Teilnehmer hatten Plakate an die Autoscheiben geheftet und dabei etwa die Impfungen kritisiert. Nach Angaben der Polizei hatten mehrere Teilnehmer an einem Startpunkt in Leipzig-Grünau ihre Autokennzeichen abgeklebt. Dagegen seien die Einsatzkräfte vorgegangen, hieß es.

An einem Gegenprotest beteiligten sich laut Polizei ersten Schätzungen zufolge mehr als 1000 Menschen in der Stadt. Sie machten sich unter dem Motto "Querdenken ausbremsen" per Fahrrad und Motorrad aus verschiedenen Stadtteilen auf den Weg zum Augustusplatz im Zentrum. Dort gab es am Nachmittag eine Kundgebung.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die verschiedenen Routen abzusichern. Teilnehmer eines Fahrradkorsos versuchten demnach, eine nicht genehmigte Strecke einzuschlagen. "Das Geschehen ist im Moment übersichtlich", erklärte ein Polizeisprecher am Nachmittag. Auch auf die Verkehrsbehinderungen hätten sich die Leipziger offensichtlich eingestellt.

Aldi überrascht von riesiger Nachfrage nach Corona-Selbsttests

Der Discounter Aldi ist vom Ansturm auf die ersten Corona-Selbsttests im Einzelhandel selbst überrascht gewesen. "Die Artikel, die wir stationär in den Filialen vorrätig hatten, waren am Vormittag in den meisten unserer Filialen erwartungsgemäß ausverkauft", teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Das Interesse an den Tests habe den Discounter "in dieser Intensität doch überrascht".

Aldi bat Kunden, die leer ausgingen, um Verständnis. In der neuen Woche werde bereits mit den nächsten Lieferungen gerechnet. Schon vorab hatte der Discounter darauf hingewiesen, dass die Aktionsware bereits am ersten Aktionstag vergriffen sein könnte.

Erstes Großkonzert in Barcelona binnen Stunden ausverkauft

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie soll es in Barcelona wieder ein großes Popkonzert mit 5000 Zuschauern geben. Die Eintrittskarten für den Auftritt der spanischen Indie Popband Love of Lesbian am 27. März waren binnen Stunden ausverkauft, wie die Veranstalter auf Twitter mitteilten. "Vielen Dank für die unglaubliche Antwort auf dieses Vorhaben. Die Kultur ist sicher und jetzt mehr denn je notwendig", schrieben die Verantwortlichen beim Festivals per la Cultura Segura.

Bei dem Konzert in der für bis zu 24.000 Gästen ausgelegten Mehrzweckhalle "Palau de Sant Jordi" müssen die Fans erstmals keinen Sicherheitsabstand mehr halten. Allerdings gelten strenge Schutzmaßnahmen.

Niedersachsens Ministerpräsident schließt neuen Lockdown zu Ostern nicht aus

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat einen erneuten Lockdown an Ostern nicht ausgeschlossen. "Wenn jetzt alle die neuen Möglichkeiten exzessiv ausreizen, werden die Infektionszahlen steigen und Einschränkungen notwendig sein", sagte Weil der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Aber die meisten Bürger seien nicht naiv und aus guten Gründen vorsichtig. "Darauf setzen wir." 

Eine klare Zusage, ob Reisen zu Ostern wieder möglich sein werden, machte der niedersächsische Ministerpräsident der Zeitung zufolge nicht. "Ich kann Ihnen darauf noch keine verlässliche Antwort geben", sagte Weil. Er kritisierte den späten Termin der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz, die am 22. März stattfinden soll. Das mache es für viele schwer, Pläne zu machen. "Ich setze aber darauf, dass wir bis zum 22. März deutlich mehr darüber wissen, was wir durch neue Testkonzepte zusätzlich möglich machen können", sagte Weil. In Frage kämen etwa die Öffnung von Ferienwohnungen und Hotels.

Neue Corona-Regeln ab Montag


Einkaufen nach Termin. Klingt super – aber die Branche ist entsetzt

Enttäuscht zeigte sich Weil über die Corona-Warn-App. "Die Warn-App hat längst nicht die Erwartungen erfüllt, die in sie gesetzt wurden. Das ist offenkundig", sagte er der Zeitung. Er warb für die Luca-App, für die sich unter anderem der deutsche Musiker Smudo einsetzt.

Lidl beginnt mit Verkauf von Corona-Schnelltests über Onlineshop

Der Discounter Lidl hat am Samstag mit dem Verkauf von Corona-Schnelltests für den privaten Verbrauch begonnen – zunächst über seinen Onlineshop. Wie das Unternehmen in Neckarsulm mitteilte, sind die Tests über lidl.de seit Samstag "versandkostenfrei für 21,99 Euro pro 5er-Packung für den privaten Gebrauch" erhältlich. "In Kürze" würden Corona-Schnelltests zudem in allen Lidl-Filialen verkauft. 

Neben Lidl bieten auch Aldi Nord und Aldi Süd ab Samstag Selbsttests für zuhause an. Die Lidl-Konkurrenten verkaufen die Tests dabei in den Filialen – zunächst begrenzt auf eine Packung pro Verbraucherin oder Verbraucher, um nach Unternehmensangaben "möglichst vielen Kunden die Möglichkeit zu geben, Selbsttests zu erwerben". Kommende Woche wollen beim Schnelltest-Verkauf die Drogeriemärkte Rossmann und dm folgen.

Lidl erklärte am Samstag, das Angebot der Corona-Schnelltests bei dem Discounter sei "ein wichtiger Schritt zum Schutz der Bevölkerung vor dem Virus". Anwender können die Selbsttests demnach eigenständig durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich nutzen und bekommen innerhalb von 15 bis 20 Minuten das Ergebnis.

Mehr als 9500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 9500 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 9557 neue Ansteckungsfälle registriert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 65,6. Am Vortag hatte dieser Wert 65,4 betragen. Laut RKI wurden ferner 300 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert.

Wollen endlich wieder kicken


Ortsbesuch beim Fußball-Club: Amateurvereinen steht das Wasser bis zum Hals

Erstes Konzert in Tel Aviv mit hunderten gegen Corona geimpften Menschen

Dank der Massenimpfungen gegen das neuartige Coronavirus hat in Israel ein Konzert mit hunderten Zuschauern stattgefunden. Rund 500 gegen Covid-19 geimpfte Menschen mit Masken kamen am Freitag in Tel Aviv in einem Stadion zusammen, das Platz für bis zu 30.000 Zuschauer bietet. Sie durften sich ein Konzert des israelischen Popsängers Ivri Lider anhören.

"Das ist echt cool. Ich bin so froh", sagte Konzertbesucherin Reut Gofer bei ihrer Ankunft im Stadion. "Ich hoffe, das ist der Beginn einer Zeit, in der wir zu unserem normalen Leben zurückkehren." Das Konzert am Freitag war das erste von vier derartigen Musik-Veranstaltungen, die die Stadtverwaltung von Tel Aviv organisiert hat.

Erste Corona-Impfungen für Menschenaffen – im Zoo von San Diego

Im Zoo von San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien sind die ersten Menschenaffen gegen Covid-19 geimpft worden. Das bestätigte der Betreiber des Zoos, die San Diego Zoo Wildlife Alliance, am Freitag (Ortszeit) auf Twitter. "Der Impfstoff wurde speziell für Tiere entwickelt", hieß es weiter. Geimpft wurden laut "National Geographic" vier Orang-Utans und fünf Bonobos, demnächst sollen vier weitere Affen an der Reihe sein. Die Tiere erhielten jeweils nach drei Wochen ihre zweite Dosis.

"Den Tieren geht es gut und wir haben keine unerwünschten Reaktionen auf den Impfstoff festgestellt", sagte Darla Davis, Sprecherin der Wildlife Alliance, dem Sender CNN. Zuvor waren im Januar acht Gorillas des Zoos positiv auf das Virus getestet worden – und waren damit die ersten positiv getesteten Menschenaffen weltweit. Die Symptome waren jedoch mild und beschränkten sich auf Husten, Verstopfung und Müdigkeit.

CSU-Generalsekretär attackiert Spahn wegen Versäumnissen bei Schnelltests

CSU-Generalsekretär Markus Blume hat das Bundesgesundheitsministerium von Jens Spahn (CDU) wegen Versäumnissen rund um das Thema Schnelltests attackiert. "Leider sehen wir auch hier wieder: Es wurde zu spät, zu langsam, zu wenig bestellt", sagte Blume der "Welt" (Samstagsausgabe). "Jetzt muss endlich geliefert werden", forderte Blume.

Bei Corona müsse gehandelt werden und nicht ständig nur Versprechen geliefert, die dann doch nicht eingelöst würden, sagte Blume der Zeitung. Mit Blick auf Spahns ursprüngliche Ankündigung, bis 1. März kostenlose Tests für alle anbieten zu können, sagte Blume: "Es ist bei Corona maximal gefährlich zu glauben, dass man das Virus mit potemkinschen Dörfern besiegen könnte. Entscheidend ist die Tat und nicht das Wort." Blume forderte rasch eine digitale App, um auch Heimtests als Nachweise verwenden zu können.  

Sozialverband: Ein kostenloser Corona-Schnelltest pro Woche ist nicht genug

In der Debatte über Corona-Schnelltests hat der Sozialverband VdK Deutschland vor einer vertieften sozialen Spaltung gewarnt und mehr kostenlose Tests gefordert. "Ein kostenfreier Test pro Person und Woche ist nicht genug, besonders wenn der Besuch von Veranstaltungen von einem negativen Testergebnis abhängig gemacht wird", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vom Samstag. Bentele verwies auf die ohnehin schon schwierige Lage von Grundsicherungsempfängern.

"Die Stunde Null"


Hoffnung auf Schnelltests: "Wenn man es zweimal gemacht hat, ist das Alltag"

Braun stellt volle Rücknahme der Corona-Maßnahmen für den Sommer in Aussicht

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat eine vollständige Rücknahme der Corona-Beschränkungen für den Sommer in Aussicht gestellt. "Wenn wir jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht haben, dann können wir zur Normalität in allen Bereichen zurückkehren", sagte der Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). Damit das bis zum Sommer geschehen könne, müssten zwei Voraussetzungen erfüllt seien: "Die Impfstoffhersteller halten ihre Lieferversprechen ein und es taucht keine Mutante auf, die den ganzen Impferfolg infrage stellt."

Belgien verlängert Verbot von Auslandsreisen bis zum 18. April

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Belgien wird das Verbot von Auslandsreisen bis über die Osterferien hinaus verlängert. Statt bis zum 1. April gelte das Verbot nicht notwendiger Reisen ins Ausland nun vorerst bis zum 18. April, teilte der belgische Regierungschef Alexander De Croo am Freitag in Brüssel mit. Für Berufspendler gilt das Verbot nicht. Die EU-Kommission hatte die Maßnahme als "unverhältnismäßig" kritisiert.

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