Polizei sprengt Hochzeit in Niedersachsen – 69 Festnahmen bei Covid-19-Demo in Berlin
Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: Deutsche Intensivmediziner appellieren an die Politik, schnellstmöglich bundeseinheitliche Lockdown-Regeln im Infektionsschutzgesetz zu beschließen. Die Zahl der Intensivpatienten steigt immer weiter. Am Montag sind schärfere Regeln in Kraft getreten. Alle aktuellen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.
News zu Corona in Deutschland vom 21. April
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RKI registriert 24.884 Corona-Neuinfektionen
Mittwoch, 21. Mai, 06.15 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.884 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wiedergeben. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten am Montagabend und Dienstag nicht vollständig übermittelt worden.
Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 331 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Mittwoch vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21.693 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet. Maja Hitij/Getty Images Eine Joggerin in einem Park in Berlin
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgenmorgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 162,4 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.
Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.188.192 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.824.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 80.634.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 0,95 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
22.48 Uhr: Die niederländische Regierung hebt die umstrittene nächtliche Ausgangssperre in der Corona-Pandemie am 28. April auf. Auch Cafés dürften dann von 12 bis 18 Uhr ihre Außenbereiche für maximal 50 Menschen wieder öffnen, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag mit. Auch dürfen die Niederländer dann zuhause zwei Besucher pro Tag statt nur einem wie bislang empfangen. Geschäfte dürfen Kunden wieder ohne Termin einlassen.
"Wir sind natürlich froh, dass dies wieder möglich ist, denn die Gesellschaft sehnt sich nach mehr Freiheit", sagte Rutte. Er fügte hinzu, dass es ein "sehr vorsichtiger und behutsamer Schritt" sei, da die Infektionen immer noch Woche für Woche stiegen.
Das am 23. Januar eingeführte nächtliche Ausgangsverbot, das erste seit dem Zweiten Weltkrieg, hatte zu den schlimmsten Ausschreitungen in den Niederlanden seit Jahrzehnten geführt. Hunderte Menschen wurden festgenommen.
In dem 17-Millionen-Einwohner-Land wurden bislang 1,3 Millionen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, 16.000 Menschen starben.
22.30 Uhr: Trotz niedriger Fallzahlen befürchtet der britische Premierminister Boris Johnson in diesem Jahr eine dritte Welle an Coronavirus-Infektionen in seinem Land. Das sei die feste Ansicht der meisten Wissenschaftler, sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Regierungssitz Downing Street. Derzeit weise aber nichts darauf hin, dass der bislang vorgesehene Fahrplan zur Lockerung von Maßnahmen nicht wie geplant fortgesetzt werden könne, so Johnson. Bis zum 21. Juni sollen in England schrittweise alle Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden.
Um künftige Ausbrüche besser einzudämmen, soll zudem der Einsatz verschiedener Medikamente bei positiv Getesteten geprüft werden, fuhr Johnson fort. "Das bedeutet zum Beispiel, wenn sie positiv getestet werden mit dem Virus, könnte es eine Tablette geben, die sie zuhause einnehmen und die das Virus im Keim erstickt (…)", so der Premier. Unter anderem nannte er Mittel wie Dexamethason und Remdesivir, die teilweise bereits bei Covid-19-Patienten zum Einsatz kamen.
In Großbritannien sind die Infektionszahlen in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 26 angegeben. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei etwa 2500. Gleichzeitig wurden 33 neue Todesfälle gemeldet. Mehr als 33 Millionen Menschen, knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung, wurde bereits mit einer ersten Dosis geimpft. Über zehn Millionen Menschen erhielten bereits beide Impfungen.
15.128 Corona-Neuinfektionen, R-Wert sinkt unter 1
20.14 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Dienstag binnen 24 Stunden 15.128 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie eine Auswertung von FOCUS Online zeigt.
Im Vergleich zum Dienstag der vergangenen Woche meldeten die Länder etwa 390 Neuinfektionen mehr. Die Zahl der Todesfälle ist mit 321 an diesem Dienstag im Vergleich zur Vorwoche mit 326 neuen Todesfällen leicht gesunken. Seit Beginn der Pandemie sind somit bundesweit 80.521Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben.
Die Zahl der Intensivpatienten steigt weiter kräftig an. Laut Daten des DIVI-Intensivregisters werden derzeit 4966 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt – ein Plus von 34 Patienten. So hoch wie derzeit war die Zahl der Intensivpatienten zuletzt Mitte Januar. 2751 der Covid-Intensivpatienten müssen derzeit beatmet werden.
Der 7-Tage-R-Wert sinkt dagegen seit einigen Wochen erstmals wieder unter 1 und liegt am Dienstag bei 0,95. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag er am am Vortag noch bei 1,06.
Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 3.174.054 Fälle, 80.521 Todesfälle
Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.
- Baden-Württemberg 412.691 (+3841), 9113 Todesfälle (+28)
- Bayern 557.948 (+1670), 13.777 Todesfälle (+40)
- Berlin 160.479 (+864), 3163 Todesfälle (+10)
- Brandenburg 97.107 (+208), 3469 Todesfälle (+16)
- Bremen 23.755 (+158), 441 Todesfälle (+4)
- Hamburg 68.748 (+277), 1434 Todesfälle (+3)
- Hessen 244.779 (+571), 6648 Todesfälle (+38)
- Mecklenburg-Vorpommern 36.946 (+497), 945 Todesfälle (+12)
- Niedersachsen 222.845 (+650), 5139 Todesfälle (+12)
- Nordrhein-Westfalen 684.229 (+2255), 14.975 Todesfälle (+62)
- Rheinland-Pfalz 131.616 (+895), 3481 Todesfälle (+12)
- Saarland 35.177 (+263), 958 Todesfälle (+0)
- Sachsen 248.041 (+1521), 8786 Todesfälle (+46)
- Sachsen-Anhalt 84.625 (+564), 2993 Todesfälle (+12)
- Schleswig-Holstein 55.901 (+434), 1486 Todesfälle (+6)
- Thüringen 108.565 (+460), 3664 Todesfälle (+20)
Gesamtstand (20.04.2021, 20.04 Uhr): 3.174.054 Fälle (+15.128), 80.521 Todesfälle (+321)
Vortag (19.04.2021, 19.20 Uhr): 3.158.926 Fälle (+11.072), 80.200 Todesfälle (+224)
Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.803.600 (+16.400). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 289.933.
Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 0,95 (Vortag: 1,06)
Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4966(+34)
Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2751 (+3)
Anzahl Geimpfter (und Impfquote) laut RKI (Stand 12.04.: 16.795.784 (+323.200) Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten (20,2 Prozent) und 5.582.992 Menschen (+57.895) eine Zweitimpfung (6,7 Prozent).
Corona-Ausbruch in Altenheim – auch Durchgeimpfte infiziert
19.42 Uhr: Ein noch nicht durchgeimpftes Düsseldorfer Altenzentrum der Caritas hat mit einem Corona-Ausbruch zu kämpfen. Die Landeshauptstadt berichtete am Dienstag von fünf positiv getesteten Beschäftigten und zehn infizierten Bewohnern – wovon einer gestorben sei. Der Verstorbene zählte demnach zu den drei Bewohnern der infizierten Gruppe, bei denen die zweite Impfung gegen Covid-19 noch ausstand. Sieben der zehn seien dagegen schon vollständig geimpft gewesen und hätten sich dennoch infiziert.
Das Todesopfer war der Mitteilung zufolge positiv auf die britische Virus-Variante getestet worden. Ob weitere Personen Virus-Varianten aufwiesen, sei noch ungeklärt. Für 13 Kontaktpersonen wurde Quarantäne angeordnet und für den betroffenen Wohnbereich ein Besuchsverbot ausgesprochen.
Bund will "Nachhilfe-Milliarde" für Kinder und Jugendliche verdoppeln
18.48 Uhr: Die Bundesregierung will nach Angaben von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) deutlich mehr Geld als bisher geplant bereitstellen, um die Folgen von Schul- und Kitaschließungen in der Corona-Krise abzumildern. Die bisher geplante "Nachhilfe-Milliarde" für Schüler soll demnach verdoppelt und um weitere Fördermaßnahmen ergänzt werden.
"Es zeichnet sich jetzt ab, das haben wir in der letzten Woche auch politisch klären können, dass es ein großes Programm geben wird, mit einem Budget von zwei Milliarden Euro für ein Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona" für Kinder und Jugendliche", sagte Giffey am Dienstag bei einer Online-Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter.
Giffeys Angaben zufolge geht es neben Nachhilfeangeboten für Schüler auch um die Förderung von Schulsozialarbeit, Familienfreizeiten und Sprachangeboten für Kita-Kinder, weil viele lange nicht in ihren Einrichtungen waren. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab es in der vergangenen Woche Gespräche über ein solches Aufholprogramm im Bundeskanzleramt.
Wie aus einem Brief von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich an die Abgeordneten seiner Fraktion hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sollen die zwei Milliarden Euro in den Nachtragshaushalt für dieses Jahr aufgenommen werden, der zur Zeit im Bundestag beraten wird.
Südtirol will Innengastronomie mit Corona-Pass erlauben
17.11 Uhr: In Südtirol sollen ab kommender Woche Restaurantgäste auch innen essen und trinken dürfen, wenn sie einen Nachweis etwa über eine Corona-Impfung oder einen negativen Coronatest haben. Es sei geplant, dass der Nachweis unter anderem per Handy-App mit dem Corona-Pass Südtirol vorgelegt werden könne, sagte der Landeshauptmann der Autonomen Provinz, Arno Kompatscher, am Dienstag in Bozen. Voraussetzung ist demnach, dass Bozen-Südtirol in die gelbe Corona-Risikozone mit moderaten Beschränkungen fällt. Mit Blick auf die Infektionslage ging Kompatscher am Dienstag auch davon aus.
Die Verordnung für diese Pläne soll am Freitag beschlossen werden. Ab Montag soll dem Vorhaben der Regierung in Rom zufolge in den italienischen Regionen, die zu den gelben Zonen zählen, die Außengastronomie wieder möglich sein. In Südtirol will die Landesregierung mit vielen Corona-Tests und -Impfungen vermeiden, dass nach wenigen Tagen oder Wochen Schließungen folgen, wie Kompatscher weiter erklärte. Im Schnitt verzeichnen die Gesundheitsbehörden dort täglich 80 Corona-Neuinfektionen. Für den Präsenzunterricht an Schulen sind Tests verpflichtend. Am Montag wurden dort knapp 35.000 davon gemacht und 28 positive Fälle entdeckt.
Gericht kassiert umstrittenes Weimarer Masken-Urteil ein
16.50 Uhr: Das Verwaltungsgericht in Weimar hält eine Entscheidung des dortigen Amtsgerichts gegen die Maskenpflicht im Unterricht für "offensichtlich rechtswidrig". Das Familiengericht habe keine Befugnis, Anordnungen gegenüber Behörden und Vertretern von Behörden als Träger öffentlicher Gewalt zu treffen, teilte das Verwaltungsgericht am Dienstag mit. Die gerichtliche Kontrolle von Behördenhandeln auch hinsichtlich von Gesundheitsschutzmaßnahmen in den Schulen obliege allein den Verwaltungsgerichten.
Hintergrund ist eine Entscheidung des Amtsgerichts Weimar, die bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Das Gericht hatte die Maskenpflicht an zwei Thüringer Schulen per Anordnung aufgehoben. Allerdings gab es unter anderem vom Thüringer Bildungsministerium erhebliche Zweifel daran, dass ein Amtsgericht eine solche Entscheidung treffen kann. Die Staatsanwaltschaft Erfurt prüft, ob sie nach mehreren Anzeigen mit dem Vorwurf der Rechtsbeugung gegen den Richter Ermittlungen aufnimmt.
Die nun getroffene Entscheidung des Verwaltungsgerichtes bestätigte die Maskenpflicht im Unterricht. Einen Eilantrag, mit dem die neu eingeführte Pflicht gekippt werden sollte, wurde abgelehnt, wie das Verwaltungsgericht am Dienstag mitteilte. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Schüler stelle "eine geeignete als auch erforderliche Maßnahme dar", begründete das Gericht die Entscheidung.
Wegen Bedrohungen: Lauterbach twittert Foto mit Anzeigen
15.45 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat am Dienstag ein Foto von einem Stapel Anzeigen getwittert. Damit wehre er sich gegen Drohungen und Anfeindungen. "Ich bringe nur das Nötigste zur Anzeige. (…) Trotzdem habe ich gerade wieder 59 Anzeigen unterschrieben", schrieb er zum Foto beim Kurzmitteilungsdienst Twitter. Er wisse, dass es auch Wissenschaftlern so gehe, die gegen die Pandemie kämpfen.
Noch am Samstag übergossen Unbekannte sein Auto in Köln mit Farbe. Der SPD-Politiker und Arzt zählt zu den exponiertesten Persönlichkeiten in der Debatte um die Maßnahmen gegen das Coronavirus.
Höchste Corona–Inzidenz in Bayern bei Teenagern
15.26 Uhr: Die 15- bis 19-Jährigen sind inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Altersgruppe in Bayern. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in dieser Altersgruppe liege derzeit bei 321,3, bei den 10 bis 14-Jährigen noch immer bei 242. Insgesamt liegt der Durchschnitt in Bayern derzeit bei 185.
Holetschek machte deutlich, dass bisher in Bayern 3,6 Millionen Impfstoff-Dosen gegen das Coronavirus verabreicht worden seien. Das bedeute eine Impfquote von über 20 Prozent bei den Erstimpfungen. In mehr als der Hälfte der Impfzentren werde bereits die Priorisierungsstufe 3 geimpft. Dazu gehörten nun auch alle Lehrerinnen und Lehrer.
Holetschek erwartet für die Monate Mai und Juni "richtig viel" Impfstoff für Bayern. Dann könnten von Ende April an auch Modellprojekte zur Entpriorisierung gestartet werden. Anfang Juni sollen Impfungen bei Betriebsärzten – also ohne Priorisierung – in die Regelversorgung übernommen werden. Schrittweise müsse man auch über Erleichterungen für Geimpfte nachdenken, etwa über die Gleichstellung von zwei Mal Geimpften mit negativ Getesteten.
Sterbefälle Mitte April entsprechen Durchschnitt der Vorjahre
15.16 Uhr: Die Sterbefallzahlen in Deutschland lagen in der 14. Kalenderwoche (5. bis 11. April) etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Insgesamt starben in dem Zeitraum nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 19.018 Menschen. "Diese Zahl liegt im Bereich des Durchschnitts der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche (minus 82 Fälle)", heißt es. Ein Vergleich der Todesfälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Sterbefälle ist aktuell bis einschließlich der zwölften Kalenderwoche möglich.
In der dritten Märzwoche (22. bis 28. März) gab es laut RKI 1.033 Todesfälle durch das Coronavirus, 34 mehr als in der Vorwoche. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen laut Statistischem Bundesamt in der 12. Kalenderwoche aber immer noch acht Prozent (1,547 Fälle) unter dem Schnitt der vier Vorjahre. Das Bundesamt führt dies auf den fehlenden Grippeeffekt zurück: "Da dieser Grippeeffekt im Winter 2020/2021 äußerst gering war, sind die gesamten Sterbefallzahlen trotz der neu auftretenden Covid-19-Todesfälle ab Mitte Februar 2021 unter den Durchschnitt der Vorjahre gefallen."
Paris fordert von Berlin Corona-Lockerungen an der Grenze
13.23 Uhr: Frankreich hat von der Bundesregierung sofortige Lockerungen der Corona-Auflagen in Teilen des Grenzgebiets gefordert. "Es gibt keinen öffentlichen Verkehr mehr zwischen Mosel und Saar", kritisierte der französische Europaminister Clément Beaune am Dienstag im Radiosender France Info. "Das ist sehr schädlich." Zumindest für Fahrten zur Schule müsse Berlin den Grenzübertritt erleichtern.
Die Bundesregierung hatte den französischen Verwaltungsbezirk Moselle zum "Virusvariantengebiet" erklärt, weil dort die hoch ansteckende Mutante aus Südafrika grassierte. Anfang März traten strenge Einreisebeschränkungen und Testpflichten in Kraft, der grenzüberschreitende Nahverkehr wurde ausgesetzt.
Inzwischen hat sich die Lage in dem Gebiet an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz etwas entspannt: Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörden halbierte sich der Anteil der südafrikanischen Mutante an den Corona-Infektionen. Er sank demnach von zeitweise über 50 Prozent auf derzeit rund 24 Prozent. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz ging in den vergangenen Wochen zurück. Sie liegt derzeit bei rund 250 pro 100.000 Einwohnern und damit deutlich unter dem landesweiten Schnitt in Frankreich.
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