WHO konkretisiert Regeln: Darum sollte man die Maske nicht am Handgelenk tragen

Sollte man seine Maske ans Handgelenk binden und auch in der eigenen Wohnung eine Maske tragen? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) liefert nun in einem Regelpapier vom 1. Dezember Antworten darauf. Zuletzt hatte die WHO im Juni Empfehlungen zur Maskenpflicht ausgesprochen.
 

Maske am Handgelenk hygienisch bedenklich

Man ist unterwegs, will schnell etwas einkaufen und die Maske griffbereit haben. Also binden sich viele den Mundschutz an Arm und Handgelenk. Doch hygienisch unbedenklich ist das nicht, wie die WHO in dem Papier schreibt.

Masken sollten „nicht am Arm oder Handgelenk getragen“ werden, heißt es auf Seite 3 der Empfehlung. Auch dürfen die Masken nicht bis zum Kinn oder Hals hinuntergezogen werden, wenn sie gerade nicht Mund und Nase bedecken, so die WHO.

Hintergrund ist vermutlich, dass an Hand- und Armgelenk sowie an Kinn und Nase die notwendigen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten werden können.

Regelmäßiges und gründliches Waschen der Hände zählt beispielweise zu einem wichtigen Instrument im Kampf gegen das Coronavirus.
 

Wichtige Regeln sind zudem:

  • Nicht ins Gesicht fassen, wenn die Maske getragen wird
  • Maske vorsichtig immer von hinten nach vorne abnehmen, ohne dabei das Gesicht zu berühren
  • Ist die Maske von Innen nass, sollte sie umgehend ersetzt werden
  • Masken gründlich nach kleinen Löchern prüfen
  • Kaputte Masken entsorgen
  • Einwegmasken nicht wiederverwenden
  • Benutzte Masken nicht mit anderen Menschen teilen
  • Masken mit heißem Wasser bei mindestens 60 Grad waschen. Ist dies nicht möglich, so sollen Betroffene die Masken mit viel Seife und unter kochendem Wasser reinigen
  • Nachdem die Maske abgezogen wurde, sollten die Hände gründlich gereinigt werden
  • Masken sollten nach dem Tragen in sauberen und wiederverwendbaren Plastiktüten aufbewahrt werden
     

WHO: Maske kann auch zu Hause sinnvoll sein

Erstmals empfiehlt die WHO, dass Menschen auch in der eigenen Wohnung bei Besuch von Außenstehenden Masken tragen sollen, wenn die Lüftung dort nicht gut ist oder nicht richtig beurteilt werden kann.

Das gelte „unabhängig davon, ob ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann“, heißt es in den am Mittwoch aktualisierten Empfehlungen.

Das RKI empfiehlt, in Innenräumen „generell einen ausreichenden Luftaustausch unter Zufuhr von Frischluft zu gewährleisten“. Das könne etwas durch regelmäßiges Lüften erfolgen.
 

WHO zweifelt an Nutzen von Masken

Trotz der neuen Empfehlungen bleibt die WHO dabei, dass der Nutzen eines allgemeinen Maskentragens bei gesunden Menschen bislang nicht eindeutig nachgewiesen sei.

Dort heißt es: „Derzeit gibt es nur begrenzte und widersprüchliche wissenschaftliche Nachweise über die Wirksamkeit des Maskentragens bei gesunden Menschen, um Infektionen mit Atemwegsviren, einschließlich Sars-CoV-2, zu verhindern“, heißt es ind em Papier.

Eine im November veröffentlichte Studie mit 4862 Teilnehmern, bei der ein Teil Masken trug und ein Teil nicht, habe keinen Unterschied bei Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt.

Kleinere Studien hätten aber festgestellt, dass das Maskentragen im Kontakt mit Infizierten das Ansteckungsrisiko deutlich senkte.

Andere Studien hätten Regionen mit und ohne Maskentragepflicht verglichen und einen Rückgang von Covid-19-Erkrankungen dort festgestellt, wo Masken getragen wurden.

Dieser Artikel erschien zunächst auf Chip.de.

Quelle

  • WHO: Mask use in the context of COVID-19; abgerufen am 3.12.2020 https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/337199/WHO-2019-nCov-IPC_Masks-2020.5-eng.pdf

Konstantinos Mitsis

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